Schul- und Sportzentrum

In der vergangenen Woche hat sich Wettringen von einem Stück Geschichte verabschiedet: Das traditionsreiche "Uhlenberg-Gebäude“, wie es häufig genannt wurde, wurde abgerissen. Seit 1957 stand es an der Werninghoker Straße und diente als „Herzstück“ des örtlichen Sportlebens. ​

Das Gebäude wurde von der Gemeinde gebaut, sie blieb auch bis zum Schluss Eigentümerin. Geplant wurde es vom Wettringer Architekten Zosel. Das Gebäude diente jahrzehntelang als Unterkunft für den geschätzten Platzwart Heinz Uhlenberg. Gleichzeitig bot es Umkleide-, Dusch- und Geräteräume für die Sportler des alten Fußballplatzes, der zwischen der Werninghoker-, Bült- und Friedhofstraße lag. Neben Vereins- und Freizeitsport fand hier auch der Schulsport statt.

1973 wurde das Areal offiziell als Schul- und Sportzentrum eingeweiht, während der Spielbetrieb auf dem alten Platz bereits wenige Jahre zuvor eingestellt wurde. In jüngerer Vergangenheit fand das Wohngebäude eine neue Bestimmung als Unterkunft für Geflüchtete. Der Umkleidetrakt diente vor allem als Lagerstätte für die Pfadfinder. Doch nun, nach fast sieben Jahrzehnten, wurde es von der Firma Plass aus Wettringen fachgerecht abgetragen.

Mit dem Abriss wird Platz geschaffen für die Erweiterung des Schulzentrums sowie Geothermiefelder, die künftig das Schul- und Sportzentrum mit nachhaltiger Erdwärme versorgen sollen.

Das „Aus“ des "Uhlenberg-Gebäudes" markiert das Ende einer Ära und weckt bei vielen Wettringern, insbesondere der älteren Generation, Erinnerungen an vergangene Zeiten. Gleichzeitig eröffnet sich Raum für neue Entwicklungen im Bildungsbereich, die dazu beitragen, die Geschichte der Gemeinde fortzuschreiben.

Fotos: Engelbert Rauen und Gemeinde Wettringen

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